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News September 2014               Deutsch-russische Völkerverständigung beim Training minimalinvasiver OP-Techniken

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Impressionen vom VENUSmini-Kurs
 

Elf Neurochirurgen aus führenden Kliniken Russlands fanden sich im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung zu einer Hospitation im Steinenbronner Unternehmen HumanTech GmbH, einer Tochter der Hutzel-Gruppe, ein.

Inhalt der Fortbildung war, das Erlernen der Anwendung eines perkutanen, minimalinvasiven Wirbelsäulen-Fixationssystem in Theorie und Praxis.

Beim einleitenden Rundgang durch die HumanTech-Produktion, konnten die einzelnen Fertigungsschritte von der Zerspanung wie Drehen und Fräsen über die mechanische Fertigbearbeitung wie Gleitschleifen, Strahlen und Polieren, der Beschriftung mittels Laser, einer 100% Funktionsprüfung bis hin zur abschließenden Reinigung und sterilen Verpackung nachvollzogen werden.

Anschließend bot sich die Möglichkeit, das VENUSmini, so heißt das perkutane, minimalinvasive Wirbelsäulen-Fixationssystem der Firma HumanTech, an einer künstlichen Wirbelsäule zu testen und alle Instrumente auszuprobieren. Die Ärzte erlernten so die Handhabung der Instrumente und der Implantate sowie die unterschiedlichen Varianten der Anwendung.

Um die Ärzte weiter auf diese spezielle und komplizierte Anwendung vorzubereiten, fand anschließend im Universitätsklinikum in Erlangen ein Kadaver-Workshop statt. Hier konnte an einem toten, der Wissenschaft übereigneten menschlichen Körper, jeder Teilnehmer das System unter realistischen Bedingungen anwenden. Durch die kleinen Zugänge ist die Sicht auf den Operationsbereich stark eingeschränkt. Der Chirurg überwacht seine Aktionen deshalb größtenteils durch Röntgenbilder, die während der Operation gemacht werden.

Dr. Kurt Wiendieck, leitender Oberarzt des Universitätsklinikums in Erlangen und Leiter des Kadaver-Workshops, erläuterte die Vorgehensweise einer minimalinvasiven Operation.

Er zeigte auf, dass bei dieser Operationsmethodik in vielen Fällen der Finger das Auge ersetzt, indem die Gegebenheiten am Wirbelkörper ertastet und so die gewünschte Position und die Richtung der Schrauben definiert wird. Die russischen Ärzte zeigten ihre Fingerfertigkeit und ihre chirurgischen Fähigkeiten, indem Sie die Funktionsweise des Systems in kurzer Zeit verinnerlichten und einwandfrei anwenden konnten.

Den Höhepunkt der Fortbildungsveranstaltung erfuhren die russischen Neuro-Chirurgen aus einer Live-Operation, die in einen Hörsaal der Uni übertragen wurde während dieser, sie sich von der einfachen Handhabung des Systems überzeugen konnten.

Die russischen Ärzte zeigten sich zum Ende der Fortbildung stark beeindruckt von Einfachheit des VENUSmini-Systems und den chirurgischen Fähigkeiten der Ärzte und OTA’s des Universitätsklinikums Erlangen. Sie empfanden die Vermittlung der Kenntnisse als sehr professionell und fühlten sich ausreichend trainiert für die Anwendung dieser Operationstechnik in ihrem Heimatland, in dem viele Patienten auf eine klinische Versorgung mit derart schonender Technik und ästhetischen Ergebnis warten.

Aus Sicht der Beobachter und Delegationsbetreuer lieferten die Tage mit der russischen Delegation nicht nur wissenschaftlich wertvolle Ansätze sondern auch einen herausragenden Beitrag zur Völker-Verständigung, gerade vor der temporär sehr gereizten Spannungsfeld, der Ukraine-Krise.










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