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News Dezember 2012               Russische Chirurgen zu Gast in Steinenbronn

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Russische Chirurgen zu Gast in Steinenbronn
 

Acht Chirurgen aus führenden Kliniken Russlands fanden sich im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung zu einer Hospitation im Steinenbronner Unternehmen HumanTech GmbH, einer Tochter der Hutzel-Gruppe, ein.

Inhalt der Fortbildung war das Erlernen der Anwendung eines perkutanen minimalinvasiven Wirbelsäulen-Fixationssystem in Theorie und Praxis. Ein Wirbelsäulen-Fixationssystem besteht aus Schrauben, welche in die Wirbelkörper implantiert werden und Stäben, mit denen die Schrauben fest verbunden werden. Es dient dazu, bei Wirbelsäulendeformitäten oder -degenerationen die vorgesehene Anatomie der Wirbelsäule wieder herzustellen oder bei Beschädigungen der Wirbelkörper bzw. Bandscheibenschäden die betroffenen Segmente zu entlasten und so die Wirbelsäule zu stabilisieren. Solche Eingriffe wurden bisher über eine relativ große Öffnung durchgeführt, wodurch eine entsprechend lange Narbe entsteht und das traumatisierte Operationsgebiet relativ groß ist. Ein perkutanes minimalinvasives System kann über sehr kleine Zugänge (2 cm lange Schnitte) eingebracht werden, wodurch das umliegende Gewebe um das Operationsgebiet schonend behandelt, dadurch weniger Blut verloren wird und nur kleine Narben verbleiben. Das minimalinvasive perkutane System ist dadurch nicht nur das schonendere Verfahren sondern bringt auch das ästhetischere Ergebnis.

Die HumanTech GmbH, ist Entwickler und Hersteller eines solchen perkutanen, minimalinvasiven Systems. Beim Rundgang durch die Fertigung, konnten die einzelnen Fertigungsschritte von der Zerspanung wie Drehen und Fräsen über die mechanische Fertigbearbeitung wie Gleitschleifen, Strahlen und Polieren, der Beschriftung mittels Laser, einer 100% Funktionsprüfung bis hin zur abschließenden Reinigung und Verpackung nachvollzogen werden.

Anschließend bot sich die Möglichkeit, das VENUSmini, so heißt das perkutane minimalinvasive Wirbelsäulen-Fixationssystem der Firma HumanTech, an einer künstlichen Wirbelsäule zu testen und alle Instrumente auszuprobieren. Die Ärzte erlernten so die Handhabung der Instrumente und der Implantate sowie die unterschiedlichen Varianten der Anwendung.

Um die Ärzte weiter auf diese spezielle und komplizierte Anwendung vorzubereiten, fand anschließend im Universitätsklinikum in Dresden ein Kadaver-Workshop statt. Hier konnte an einem toten, der Wissenschaft übereigneten menschlichen Körper, jeder Teilnehmer das System unter realistischen Bedingungen anwenden. Durch die kleinen Zugänge ist die Sicht auf den Operationsbereich stark eingeschränkt. Der Chirurg überwacht seine Aktionen deshalb größtenteils durch Röntgenbilder, die während der Operation gemacht werden. Prof. Dr. Grass, stellvertretender Klinikdirektor des Universitätsklinikums in Dresden und Leiter des Kadaver-Workshops erläuterte die Vorgehensweise einer minimalinvasiven Operation und zeigte auf, dass bei dieser Operationsmethodik in vielen Fällen der Finger das Auge ersetzt, indem die Gegebenheiten am Wirbelkörper ertastet und so die gewünschte Position und die Richtung der Schrauben definiert wird. Die russischen Ärzte zeigten ihre Fingerfertigkeit und ihre chirurgischen Fähigkeiten, indem Sie die Funktionsweise des Systems in kurzer Zeit verinnerlichten und einwandfrei anwenden konnten.

Den Höhepunkt der Fortbildungsveranstaltung erfuhren die russischen Neuro-Chirurgen aus einer Hospitation im Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd in Mutlangen, zu der Krankenhausdirektor Walter Hees die Gäste herzlich begrüßte. Dr. Roland Rißel, Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie in Mutlangen und Hauptanwender des VENUSmini-Systems übernahm die Gruppe und führte sie in den Operationstrakt, wo sie bei insgesamt 4Live-OPs beiwohnen konnten und sich von der einfachen Handhabung des Systems und den herausragenden fachlichen Kompetenz der Ärzte im Stauferklinikum überzeugen. Während der Operationen konnten sie das bisher erlernte live miterleben und die Interkommunikation zwischen den Röntgenbildern und den Aktionen des Chirurgen nachverfolgen. Dr. Roland Rißel zeigte die Handhabung der Instrumente in der tatsächlichen Anwendung und erklärte die entsprechenden Reaktionen des Chirurgen auf die unterschiedlichen Gegebenheiten während einer Operation.

Die russischen Ärzte zeigten sich zum Ende der Fortbildung stark beeindruckt von Einfachheit des VENUSmini-Systems, der Kompetenz und den chirurgischen Fähigkeiten der Ärzte des Stauferklinikums Schwäbisch Gmünd. Sie empfanden die Vermittlung der Kenntnisse als sehr professionell und fühlen sich ausreichend trainiert für die Anwendung dieser Operationstechnik in ihrem Heimatland, in dem viele Patienten auf eine klinische Versorgung mit derart schonender Technik und ästhetischen Ergebnis warten.



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